Customizing SAP Cloud for Customer

Wir haben mit dem Customizing des Systems bereits vor einiger Zeit angefangen. Nachdem die wichtigsten Implementierungen abgeschlossen waren, führten wir die Datenmigration an zwei Tagen durch. Nun ist es an der Zeit einige Einblicke in die erfolgte Implementierung zu gewähren. Dabei konzentrieren wir uns auf die wesentlichen Implementierungsvorgänge, die bei jedem C4C-Projekt vorkommen werden.

Die SAP Cloud for Customer ist eine rollenbasierte CRM-Lösung. Mit anderen Worten, die verfügbaren Features im System können in Abhängigkeit von der Benutzerrolle auf die Bedürfnisse des Endanwenders zugeschnitten werden. Dies beinhaltet beispielsweise die Anpassung des User-Interfaces bzw. der Screens, den Umfang des Menüs und nicht zuletzt die Berechtigungen. Gehen wir aber diese Punkte Schritt für Schritt durch.

Zunächst werden die Benutzerrollen geplant und implementiert. Sie sind das Fundament auf dem wir die weitere Implementierung aufbauen. In SAP C4C nutzen wir Benutzerrollen, um den Menüumfang auf relevante Inhalte einzugrenzen.

Customizing SAP

Wie man es dem Screenshot entnehmen kann, haben wir die Benutzerrolle für einen Vertriebsmitarbeiter angelegt. Dieser Rolle weisen wir nun die Sichten zu, mit denen er später arbeiten sollte.

Und so sieht das schlanke Ergebnis aus. Das Menü eines Vertriebsmitarbeiters ist allein auf die relevanten Inhalte eingeschränkt, die er für seine Arbeit benötigt.

Customizing SAP

Als Nächstes arbeiten wir mit dem Key User Tool und fügen im Masterlayout neue Felder hinzu. Das klingt zunächst etwas kompliziert, ist aber recht überschaubar gehalten.

Zunächst gehen wir im Menü auf „Anpassen“ und wählen anschließend das „Masterlayout“ aus.

Customizing SAP

Dadurch wird das „Key User Tool“ gestartet, mit dem wir beispielsweise neue Felder anlegen können.

Customizing SAP

Und genau das machen wir direkt am Kunden, wir fügen ein neues Dropdown-Feld hinzu.

Mit dem Key User Tool kann man außerdem bei Bedarf Felder umbenennen, unsichtbar oder nicht editierbar machen und natürlich auch als Pflichtfelder kennzeichnen. Dadurch können sämtliche Anforderungen an UI-Modifikationen in der Cloud for Customer abgedeckt werden.

Sofern es erforderlich ist, kann man alle UI-Änderungen in einer Art „Container“ zusammenfassen. Hierzu legt man mit dem Key User Tool ein Seitenlayout an. In unserem Fall wäre das ein Layout für Vertriebsmitarbeiter, in dem Felder verfügbar sind, die in anderen Benutzerrollen nicht benötigt werden und daher erst gar nicht sichtbar sind.

Letztendlich kann man im System auch das Customizing, besser gesagt das Fine-Tuning, durchführen. Für SAP-Erfahrene: das entspricht der Transaktion SPRO in SAP CRM 7.0.

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Im Fine-Tuning können die typischen Customizing-Einstellungen umgesetzt werden. Die Administration ist dabei gut nachvollziehbar und übersichtlich gestaltet, wie man es im oberen Screenshot gut erkennen kann.

Hier noch ein Beispiel für das Fine-Tuning: Zuordnung der Gründe zum Opportunity-Status.

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Natürlich gibt es noch mehr Möglichkeiten und Optionen das System weiter an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. So gibt es im administrativen Bereich eine ganze Reihe an Einstellungen, welche das Systemverhalten grundsätzlich beeinflussen können.

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Auf tieferer Ebene mussten wir die Verarbeitungslogik nicht anpassen, da wir „im Standard“ bleiben. Sollte eine derartige Systemerweiterung in Ihrem Fall notwendig sein, so ist diese mit Hilfe vom SAP Cloud Application Studio realisierbar.

Fakt ist, dass das Customizing des SAP Cloud for Customer Systems deutlich einfacher ist, als man es von SAP CRM 7.0 kennt. Das gesamte Customizing haben wir parallel zur System-Integration und Datenmigration in nur 2 Wochen durchgeführt. Abschließend ist zu sagen, dass wir mit unserer Systemanpassung weitgehendst nah am Standard geblieben sind. Alle Sonderfälle, die eine kundeneigene Entwicklungen im SAP Cloud Application Studio erforderlich machen, wurden von vorne herein ausgeschlossen. Sicherlich werden wir solche Entwicklungen demnächst auch vornehmen und dafür haben wir bereits einige spezielle Anforderungen auf dem Tisch. Oder genauer gesagt „im Inbox“. Aber das erfolgt erst im nächsten Implementierungsprojekt nach dem Go-Live.

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